Pulverturm

Der Pulverturm ist der bislang zweitälteste Turm der Museggmauer. Er ist frühestens im Herbst oder Winter 1398/99 erbaut worden. Zu Beginn des 16. Jh. erhielt er einen neuen Innenausbau. Das dafür notwendige Holz wurde im Herbst und Winter 1512/13 und wohl bis 1515 verbaut.

Der Pulverturm diente zeitweilig zur Einlagerung von Schwarzpulver.
Der Pulverturm ist bauarchäologisch noch nicht untersucht.

Der vor der Mauer stehende Turm misst in der Grundfläche 9,1 m x 6,8 m, in der Höhe 27,5 Meter, die Mauern sind durchschnittlich 1,6 Meter dick.

Der Legende nach soll sich im untersten Teil des Turms das Mauerwerk einer Burg erhalten haben. Tatsächlich ist einige Meter über Boden ein deutlicher Wechsel im Mauerwerkscharakter feststellbar. Dieser Unterschied ist aber mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine Etappierung in der Bauausführung zurückzuführen. Da Kalkmörtel in der kalten Jahreszeit nicht abbinden kann, mussten die Bauarbeiten über die Wintermonate eingestellt werden. Im Frühjahr wurden die Arbeiten dann wieder aufgenommen, möglicherweise durch eine andere Bauequipe, mit Steinen aus einem anderen Steinbruch, mit frisch gemischtem Mörtel. Unterschiede im Mauerwerk sind somit bei mittelalterlichern Bauwerken an der Tagesordnung und dürfen nicht überinterpretiert werden.

Die Verwendung

Der Pulverturm ist öffentlich nicht zugänglich. Er wurde nach 1970 von der Weyzunft Luzern ausgebaut und wird heute als  gesellschaftlicher Treffpunkt genutzt.

Schnitt Pulverturm

Fassade Pulverturm

Turmwart/-Wirt

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