Nach 12 Jahren fertig saniert.

Die Sanierungsarbeiten der Museggmauer sind im August 2015 abgeschlossen worden.

Der gut 600 Jahre alten Stadtmauer merkte man das Alter langsam, aber sicher an: Es drang unter anderem Wasser ins Mauerwerk ein. Zudem verursachten sich unter der Mauer ausbreitende Baumwurzeln teilweise schwere Schäden. In den vergangenen zwölf Jahren wurden sämtliche Abschnitte der insgesamt 870 Meter langen Mauer sowie sechs der neun Türme restauriert. Die Mauer ist durchschnittlich 1,5 Meter dick und neun Meter hoch.

Einen ersten Vorstoss zur Sanierung der Museggmauer machte Helen Haas (Präsidentin des Vereins für die Erhaltung der Museggmauer) im Stadtparlament schon 1998. 2002 erfolgte dann die Gründung des Vereins, und nach zweijährigen Abklärungsarbeiten wurden ab 2007 Schritt für Schritt alle neun Türme restauriert sowie 870 Meter Mauer wieder in Stand gesetzt. «Oberstes Ziel war es, dafür zu sorgen, dass kein Wasser mehr in die Mauer eindringt und dass die Statik gewährleistet ist», so Stiftungspräsident Fischer.

In die Sanierung der Museggmauer und ihrer Türme war eine Vielzahl von Spezialisten involviert. Archäologen, Umweltschützer, Ornithologen, Denkmalpfleger, Handwerker, Vertreter von Stadt und Kanton, sie alle haben grossen Willen zu einem konstruktiven Dialog gezeigt.

Die Sanierung kostete insgesamt rund 12 Millionen Franken. Über vier Millionen Franken zahlten Bund und Kanton, darüber hinaus brachten die Stadt und Private Gelder dafür auf.

Auch wenn die Sanierungsarbeiten nun erfolgreich abgeschlossen sind, bedeutet es nicht das Ende für Stiftung und Verein. Diese werden sich in Zukunft mit dem Unterhalt der Türme beschäftigen. Die Kosten dafür berappen muss künftig die Stadt – sie werden nicht mehr von privaten Spendengeldern gedeckt.

Auszeichnung als Dank für Sanierung

Der Stadtrat von Luzern hat beschlossen, Helen Haas-Peter und Beat Fischer mit der Verleihung der Ehrennadel für ihr Engagement bei der Restaurierung der Museggmauer besonders zu danken. Mit der Ehrennadel zeichnet die Stadt in unregelmässigen Abständen das Wirken von Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben.

(v.l.n.r. Stadtrat Stefan Roth, Helen Haas-Peter und Beat Fischer)

Beilage der NLZ

«Die Museggmauer»

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Stiftungsrat und Vereinsvorstand während der Sanierung.

Stiftungsrat

  • Beat Fischer (Präsident)
  • Dr. Thomas Ineichen (Vizepräsident, Sekretär)
  • Otto Wyss (Finanzchef)
  • Helen Haas-­Peter (Vertreterin Verein)
  • Adrian Borgula (Stadtrat, Vertreter Stadt Lu­zern)
  • Hans­-Peter Heini (Departementssekretär Bildungs­ und Kul­turdepartement, Vertreter Kanton Luzern)
  • Geschäftsstelle: Ernst Widmer, Welcome Immobilien AG, Emmenbrücke

Vereinsvorstand

  • Helen Haas­-Peter (Präsidentin)
  • Beat Lötscher (Vizepräsident)
  • Dr. Ueli Habegger
  • Leo Grüter (Marketing, Kommunikation)
  • Heidi Willimann (Kassierin)
  • Margrit Lussi Acher­mann (Aktuarin)
  • Sekretariat: Walter Fassbind, Luzern

Leitender Architekt

  • Iwan Bühler, dipl. Arch. ETH/SIA, Luzern

Regionaljournal Zentralschweiz, 28.10.2016,

Stiftung soll für Unterhalt der Museggmauer zuständig sein
Die Stiftung soll von der Stadt Luzern jährlich 120’000 Franken erhalten. Mit diesem Betrag soll sie weiterhin für den Unterhalt der Museggmauer sorgen. Die Stiftung war während 12 Jahren federführend bei der Sanierung der Mauer und ihren Türmen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 25.11.2016

Luzerner Stadtparlament spricht Geld für die Museggmauer
Die Museggmauer in der Stadt Luzern wurde komplett renoviert. Das Stadtparlament will sich mit 120`000 Franken am künftigen Unterhalt beteiligen. Den Rest bezahlt eine private Stiftung.

Fernsehbeitrag zum Start der Sanierung.