05.04.12
Eröffnung der Ausstellung Turmuhren im Zytturm
Von der Vision zur Realität ...
Vision einer Turmuhrenausstellung
Die Vision im Zytturm eine permanente Ausstellung von Turmuhren einzurichten, ist schon vierzig Jahre alt. Jörg Spöring, Stadtuhrmacher von 1961 bis 2011 und Remo Ronchetti, dipl.Ing.ETH, haben ab 2011 in knapp 20 Monaten diese Vision in die Realität umgesetzt.
Konzept und Umsetzung
Neben dem Herzstück, der Zytturmuhr von Hansen Luter 1535, sind nun acht Turmuhren aus der Stadt Luzern und der weiteren Umgebung ausgestellt. Es sind schmiedeiserne Uhren, welche irgendwo still vor sich hinrosteten und nun aufwändig, fachmännisch restauriert wurden. Mit dem Ausstellungsplaner Kilian Elsasser und dem Architekt Iwan Bühler wurde eine spannende Ausstellungsdramaturgie entwickelt. So wird man das riesengrosse Zifferblatt der Rathausuhr mit einem Durchmesser von fast fünf Metern aus nächster Nähe erleben oder die Einzigartigkeit der Uhrenmacherkunst aus den letzten Jahrhunderten bewundern können oder man hört das rhythmische Ticken der Uhrwerke. Ein raffiniertes Lichtkonzept wird eine spannende Atmosphäre erzeugen. Zur Sicherheit sind die Ausstellungsobjekte hinter Glas, eine Videoüberwachung-Brandmeldeanlage ist eingebaut und der Turmwart kontrolliert täglich den Turm. Der Besuch ist gratis. Die Museggmauer ist jeweils von Ostern bis Allerheiligen offen. Wie seit über fünf Jahrhunderten wird die Zytturmuhr täglich weiter vom Stadtuhrmacher aufgezogen!
Die Realisierung wurde auch massgeblich durch die Stiftung für die Erhaltung der Museggmauer, ein kompetentes Planungsteam, Fachberater der Denkmalpflege und Handwerkern mit bestem Fachkönnen unterstützt.
Verein von Turmuhren im Zytturm
Mit der Gründung im Jahr 2011 will der Verein die Einzigartigkeit der Turmuhrentechnik pflegen und die Uhrmacherkunst der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Die Objekte
Kern der Ausstellung bildet die Zytturmuhr mit ihrem Drei-Sekunden-Pendel: technisch aussergewöhnlich, mit Geh- und Schlagwerk und Gewichten spektakulär. Acht weitere Turmuhren gruppieren sich auf sechs Plattformen um die Zytturmuhr: in der Enge des Turmschafts, in geheimnisvolles Licht getaucht, unterschiedlich gross und alt. Jede hier gezeigte Turmuhr würde in einem Museum eine umfangreiche schriftliche Information auf einer Tafel verdienen.








